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In dieser Rubrik möchte ich versuchen einige Informationen weiterzugeben. Informationen die vielleicht nicht so sehr bekannt sind, aber für Betroffene einen gewissen Stellenwert haben.

Facharzttermin

In letzter Zeit, wie auch nach dem Pflegestärkungsgesetz, wurde immer wieder davon gesprochen, dass ein Patient Anspruch auf einen Facharzttermin innerhalb von 4 Wochen hat. Das ist zwar richtig, nur die Vorgehensweise hierbei muss bekannt sein.
  • Der Hausarzt muss auf der Überweisung einen Dringlichkeitsaufkleber anbringen.
  • Die Kassenärztliche Vereinigung anrufen
  • Mittels dieser Nummer wird dann ein Arzt benannt
Das Problem ist natürlich die Barrierefreiheit und dann habe ich natürlich keine freie Arztwahl mehr. Im Endeffekt hat es in der Vergangenheit auch so funktioniert, wenn der Hausarzt bei einem Facharzt angerufen hat.

Stromkostenerstattung

Ein altes aber dennoch immer wieder aktuelles Thema.
Wird ein Hilfsmittel durch die Krankenkasse zur Verfügung gestellt, so übernimmt die Krankenkasse auch die Betriebskosten.
Beispiel: Einem Patienten wird ein Rollstuhl mit Elektroantrieb zur Verfügung gestellt, so übernimmt die Krankenkasse auch die Stromkosten zum Aufladen der Akkus.
Dies gilt natürlich auch für andere Geräte die elektische Energie zum Betrieb benötigen.
Es genügt ein formloser Antrag an die Krankenkasse.
Übrigens: Hat ein Gehbehinderter von der Krankenkasse einen E-Rollstuhl welcher ein Versicherungskennzeichen benötigt (über 6 km/h), so ist die krankenkasse verpflichtet auch diese Kosten für die Haftpflichtversicherung zu übernehmen.

Nutzungsdauer

Nutzungsdauer oder Haltedauer.
Ein Gerät welches ständig im Gebrauch ist, ist irgendwann einmal nicht mehr reparaturfähig. Genauso verhält sich das beim Rollstuhl. Ist ein Rollstuhl 5 Jahre in der täglichen Nutzung, so geht man davon aus, dass er ersetzt wird. Der alte Rollstuhl kann dann wenn gewünscht beim Behinderten verbleiben (Thema Zweitrollstuhl). Das gleiche ist natürlich auch bei anderen Geräten. Zum Beispiel bei einem Hörgerät. Diese Haltedauer beträgt 6 Jahre. Sollte sich  der Gesundheitszustand verändern, ist die Haltedauer auch kürzer.

Pflegehilfsmittel

Pflegehilfsmittel sind technische Hilfen und zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel. Dies sind Produkte, die aus hygienischen Gründen oder der Beschaffenheit des Materials nur einmal benutzt werden können.
Pflegehilfsmittel die zum Verbrauch bestimmt sind können sein z.B. Bettschutzeinlagen, Windeln, Desinfektionsmittel, Mundschutz, Fingerlinge, Einmalhandschuhe oder Verbandmaterial.
Diese Pflegehilsmittel werden mit maximal 40,-€ pro Monat bezuschusst. (§ 40 Abs.2 SGB XI) Ein einfacher Antrag bei der Pflegekasse genügt. Es genügt mit der Apotheke oder dem Sanitätsfachhandel eine Vereinbarung zu treffen, welche dann direkt mit der Pflegegasse abrechnet. Rezept ist nicht erforderlich.

Schwerbehindertenausweis

Am 14.05.2012 hat der Bundesrat beschlossen, dass der Schwerbehindertenausweis geändert werden soll. Das Format soll das Scheckkartenformat sein. Die Farben sollen erhalten bleiben. Die Umstellung soll bis 01.01.2015 abgeschlossen sein. Es wird keinen Umtauschzwang geben. Die alten Ausweise behalten Gültigkeit. Nur wenn neue Ausweise ausgestellt werden müssen, werden dann nur noch neue Ausweise erstellt.

Bodenindikatoren

Die Weiterentwicklung der Blindenstöcke in den letzten Jahren, machen es erforderlich die Blindenleitstreifen anzupassen. Es handelt sich dabei um die bekannten Rillenplatten. Die Breite der Rillen wird auf 42 mm erhöht. Diese Änderung ist bereits in der neuen DIN 32984 enthalten.

Schmerzpatienten

Der Petitionsausschuss des Bundestages unterstützt die Forderung, wonach Medikamente für Schmerzpatienten von der Austauschpflicht gegen preisgünstigere Medikamente mit gleichem Wirkstoff  befreit werden sollen. Diese Petition hat  Frau Dr. Marianne Koch formuliert, die sich in einer Stiftung für die etwas teureren aber besser verträglichen Medikamente einsetzt.

Arzttermin

Ein Arzt hat keinen Anspruch auf sein Honorar nach einer kurzfristiger Terminabsage durch den Patienten.
So entschied das Amtsgericht Bremen. Wer einen Termin mit dem Arzt ausmacht geht keine rechtsverbindliche Vereinbarung ein. Terminabsprachen finden aus rein organisatorischen Gründen statt.

Barrierefreiheit

Die Stiftung MyHandicap stellt ein kostenloses Programm für iPhone zur Verfügung. Mehr als eine halbe Million Orte mit Angaben zur Barrierefreiheit sind darin enthalten.
Unter www.myhandicap.de/myadress.html steht das Programm zur Verfügung.
Barrierefrei essen, shoppen oder übernachten- ein schöner Gedanke.

Wertmarke

Nach einem Gesetzentwurf des Bundesrates soll die Eigenbeteiligung beim Erwerb der Wertmarke angehoben werden. Wie bekannt kann mit der Wertmarke der öffentliche Personennahverkehr kostenlos genutzt werden. Die Eigenbeteiligung beim Erwerb war seit 1984 bei 60,-€ (monatlich 5,-€). Die Anhebung soll ab Januar 2013 72,-€ (6,-€ monatlich) betragen.
Randbedingungen sollen gleich bleiben. Also die Begleitperson und mitgeführte Gegenstände kostenlos. Ebenso soll der Personenkreis, welcher bisher die Wertmarke kostenlos erhielt, beibehalten bleiben.

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